Vor allem in den englischsprachigen Medien wird diese Thematik immer häufiger aufgegriffen.
Hier ist eine Auswahl an Artikeln der letzten Wochen:
CBS
Wired
Business Insider
New York Times (
1,
2,
3)
Techcrunch (
1,
2,
3)
AP (
1,
2,
3,
4,
5)
Smartplanet
CNNMoney
Selbstverständlich gibt es auch Ökonomen, die diese Entwicklung
anders beurteilen, aber sie werden
immer weniger.
Wir können also in Zukunft den "Schwarzen Peter" nicht mehr den "bösen" Chinesen oder Indern, die uns die Arbeit wegnehmen, zuschieben. Es ist unsere eigene Kreativität, die diesen Fortschritt ermöglicht und das lässt sich irgendwie auch als Politiker in einer Rede schlecht anprangern.
Sollen wir kritisieren, dass wir so erfolgreich sind, Maschinen zu erfinden, die uns das Leben erleichtern bzw. Produktionsabläufe effizienter gestalten?
Das Problem sind nicht die Maschinen, die uns die Arbeit wegnehmen, sondern unser derzeitiges Wirtschaftssystem, das mit einer hochtechnisierten Gesellschaft nicht kompatibel ist.
Es ist lediglich eine Frage der Strapazierfähigkeit des gesellschaftlichen Leidensdrucks der sogenannten westlichen Länder. Dass die sogenannten Entwicklungsländer eine sehr hohe Toleranzgrenze haben, was den subjektiven Leidensdruck betrifft, haben sie in ihrer Geschichte erfolgreich bewiesen.
Aber ob wir hier in Mitteleuropa eine ähnlich hohe Toleranzgrenze haben, wage ich zu bezweifeln.
Nicht nach 60 Jahren Frieden in Europa.
Das heißt wir müssen umdenken, sonst wird es wieder krachen.
Wann wird die gesellschaftliche Leidensgrenze überschritten sein?
Bei 30% Arbeitslosigkeit? Bei 40% oder 50%? Oder brauchen wir gar erst bürgerkriegsähnliche Zustände, bevor erkannt wird, dass es so nicht mehr weitergehen kann?
Selbst eingefleischte Kapitalisten
kämpfen bei der Beantwortung der Frage wie wir in Zukunft mit der zunehmenden Arbeitslosigkeit dank Automatisierung umgehen sollen. Sie nehmen fast beiläufig das verpönte Wort "Sozialismus" in den Mund.
Dabei wäre die Antwort so
klar und logisch, man müsste nicht mal alte Etiketten strapazieren.